Rettungskette

... Rettungskette bei Tauchunfällen
 
Zu einer guten Tauchgangsvorbereitung gehört immer auch ein "Plan B", wie verhalte ich mich wenn etwas Unvorhergesehenes oder gar ein Tauchnotfall eintritt. Die Reihe der Maßnahmen, die im Rahmen einer Notfallabwicklung getroffen werden müssen, werden als Rettungskette bezeichnet.
 
 
1. Notfall erkennen
Erkennen einer Situation, in der anderen geholfen werden muss. Achtung: Eigenschutz beachten, nicht sich selbst beim Helfen in Gefahr bringen, soll verhindern,dass man selbst (als Hilfeleistender) blindlings in Situationen hineinläuft, die eine Gefahr darstellen, oder sich unnötig einer erhöhten Gefährdung aussetzt.
Nur ein unverletzter Helfer kann helfen, ein geschädigter Helfer ist ein Hilfsbedürftiger mehr.
 
2. Verunfallten ansprechen
Ist er ansprechbar- reagiert er auf meine Ansprache?
 
3. Anfassen / Rütteln
Wenn nicht ansprechbar – anfassen leicht rütteln – erfolgt eine Reaktion? Nein: LAUT um HILFE rufen.
Ist Bewusstsein vorhanden, so wird situationsbedingt geholfen, ggf. auch ein Notruf abgesetzt.
 
4. Atmung prüfe
- Atmung vorhanden: stabile Seitenlage, dann die Atmung nochmal kontrollieren !!! Notruf absetzen, Verunfallten weiter beobachten
 
- Atmung nicht vorhanden: Hilfe holen, Notruf, danach HLW (Herz-Lungen-Wiederbelebung 30/2=30 Druckmassagen + 2 Beatmungen)
 
Bei Atmung nicht vorhanden gibt es eine Ausnahme: Sie betrifft Kinder und Ertrunkene. Hier wird zuerst 5 x beatmet (da O2 im Blut fehlt), danach CPR (CPR - Cardiopulmonary Resuscitation (Kardiopulmonale Reanimation) bezeichnet das Gleiche wie HLW (Herz-Lungen-Wiederbelebung) für 1 min und dann Hilfe holen.
 
Der Notruf:
Der Notruf ist das wichtigste und zentrale Glied der Rettungskette, weil hier die Verbindung vom Tauchunfall zum professionellen Rettungsdienst hergestellt wird.

Für den Rettungsdienst können die sogenannten „5-W-Fragen“ sehr hilfreich sein:

• Wer meldet;
• Wo geschah es;
• Was geschah;
• Wie viele Verletzte 
• Welche Art v. Verletzungen;
 
• Warten auf Rückfragen, das Gespräch wird immer von der Rettungsleitstelle beendet.